Was ist eine lumbale Hyperlordose?
Eine lumbale Hyperlordose ist eine übermäßige Verstärkung der natürlichen Krümmung der Wirbelsäule im Lendenbereich. Die Lendenlordose selbst ist physiologisch und notwendig, weil sie hilft, die Körperhaltung aufrechtzuerhalten und Belastungen abzufedern. Ein Problem entsteht dann, wenn die Krümmung im unteren Rücken zu stark ausgeprägt ist und das Becken in eine übermäßige Beckenvorkippung gerät. Dies kann zu einem Spannungsgefühl im unteren Rücken, Schmerzen im Lendenbereich, einem vorstehenden Bauch, nach hinten geschobenen Gesäß und einem größeren Abstand unter dem Rücken beim Liegen auf dem Rücken führen.
Kann man eine lumbale Hyperlordose behandeln?
In vielen Fällen lassen sich die Beschwerden einer lumbalen Hyperlordose deutlich verringern, die Beckenstellung verbessern, die stabilisierende Muskulatur kräftigen und Schmerzen reduzieren. Die Grundlage bilden meistens Physiotherapie, Übungen zur Kräftigung der Bauchmuskulatur, Gesäßmuskulatur, Hüfte und hinteren Oberschenkelmuskulatur sowie die Arbeit an der Körperhaltung. Das bedeutet jedoch nicht immer, dass die Krümmung vollständig "begradigt" werden kann, denn das Ergebnis hängt von der Ursache, dem Alter, der Beweglichkeit der Wirbelsäule und dem Grad der Fixierung der Fehlhaltung ab. Bei Schmerzen, Taubheitsgefühlen, Ausstrahlung in die Beine oder neurologischen Problemen sollte ein Arzt oder Physiotherapeut konsultiert werden.
Was sollte man bei lumbaler Hyperlordose vermeiden?
Bei lumbaler Hyperlordose sollte man Positionen vermeiden, die das übermäßige Hohlkreuz im unteren Rücken weiter verstärken. Vorsicht ist geboten bei langem Sitzen ohne Pausen, Schlafen auf einer durchgelegenen oder zu weichen Unterlage, ruckartigen Überstreckungen der Wirbelsäule, unkontrollierten Übungen "für den unteren Rücken" sowie Krafttraining ohne ausreichende Rumpfstabilisierung. Man sollte auch nicht davon ausgehen, dass Schmerzen von selbst verschwinden, wenn sich die Beschwerden verschlimmern. Bewegung ist in der Regel sinnvoll, sollte aber die Stabilisierung stärken und die Beckenkontrolle verbessern, statt die Spannung im Lendenbereich zu erhöhen.
Woher kommt eine lumbale Hyperlordose?
Eine lumbale Hyperlordose kann viele Ursachen haben. Häufig hängt sie mit einem muskulären Ungleichgewicht, einem sitzenden Lebensstil, einer Schwäche der Bauch- und Gesäßmuskulatur, einer übermäßigen Spannung der Hüftbeuger, einer ungünstigen Körperhaltung, Übergewicht, Schwangerschaft oder einer Kompensation anderer Probleme im Bereich der Wirbelsäule und des Beckens zusammen. Sie kann auch mit bestimmten Erkrankungen einhergehen, etwa mit Spondylolisthesis, Osteoporose, Kyphose oder neuromuskulären Erkrankungen. Deshalb lohnt es sich bei deutlichen Beschwerden, die Ursache zu klären, anstatt ausschließlich die Krümmung selbst zu behandeln.
Welche Matratze sollte man bei lumbaler Hyperlordose wählen?
Bei lumbaler Hyperlordose wählt man am besten eine Matratze, die Becken und Lendenwirbelsäule stabil stützt, gleichzeitig aber nicht brettartig hart ist. Eine zu weiche Matratze kann dazu führen, dass die Hüfte zu tief einsinkt, was die Überstreckung im Lendenbereich verstärken kann. Eine zu harte Matratze kann die Muskelspannung erhöhen und es dem Körper erschweren, eine natürliche Position einzunehmen. Studien zu Schmerzen im unteren Rücken zeigen, dass mittelfeste Matratzen häufig bessere Ergebnisse liefern als sehr harte Matratzen, insbesondere bei chronischen unspezifischen Schmerzen im Lendenbereich. Eine gute Wahl für Personen mit lumbaler Hyperlordose ist eine elastische, stabile und punktelastische Matratze, die Schultern und Hüften leicht einsinken lässt, aber ein Durchsacken der Körpermitte verhindert. In der Praxis lohnt es sich, nach einem mittelfesten Modell oder nach einer kontrolliert festen Matratze mit gleichmäßiger Unterstützung der gesamten Wirbelsäule zu suchen. Im Sortiment von ONSEN® kann in diese Richtung die Matratze Osaka Air passen, wenn ein universelleres, mittelfestes Liegegefühl benötigt wird, oder die Matratze Osaka GRID™, wenn eine stärkere Stabilisierung und ein höherer Härtegrad erforderlich sind. Eine Matratze heilt keine lumbale Hyperlordose, kann aber nächtliche Überlastungen reduzieren und die Physiotherapie durch eine bessere Körperposition während des Schlafs unterstützen.